Das Material
Stahl, Edelstahl, Messing und Kupfer. Jedes Material hat seinen eigenen Ausdruck.
DER SCHMIED
Seit 1974 arbeitet Maximilian Ertl mit Stahl. In seiner Kunstschmiede in Auffen entstehen Einzelstücke, in denen Form und Funktion zusammengehören – mit Erfahrung, Gefühl für das Material und Freude am Ungewöhnlichen. Traditionelle Schmiedekunst und moderne Möglichkeiten treffen dabei aufeinander. Sorgfältige Verarbeitung und eine Form, die im Alltag funktioniert, gehören zusammen.
Stahl, Edelstahl, Messing und Kupfer. Jedes Material hat seinen eigenen Ausdruck.
Erhitzen, formen, weiterdenken. Die Spuren der Handarbeit gehören zum Werk.
Ein Tor, ein Lichtobjekt, eine Skulptur. Gestaltet für den Menschen und den Ort.

VON DER IDEE ZUM EINZELSTÜCK
Am Anfang steht das Gespräch über den Menschen, den vorgesehenen Platz und die Idee. Daraus entsteht eine Handskizze, die sich in ein Foto des späteren Standorts einsetzen lässt. So wird die Form schon vor dem Schmieden vorstellbar.
Gelegentlich inspiriert mich ein gepflegtes Glas Rotwein zu den großartigsten Ideen.Maximilian Ertl
DAS WISSEN HINTER DER FORM
Materialkenntnis, Gestaltung und viele einzelne Handgriffe greifen ineinander. Aus einfachen Eisenprofilen entstehen Formen mit einer eigenen Handschrift.
Rund-, Quadrat- und Flacheisen bilden den Ausgangspunkt. Wer ihre Härte und Zähigkeit versteht, kann daraus haltende, trennende und schützende Formen entwickeln.
Strecken, Stauchen, Lochen, Schroten, Spalten, Biegen und Feuerschweißen: Mit jedem Handgriff verändert sich die Form des Eisens. Nieten und Bunde verbinden die einzelnen Teile.
Feuerverzinken und Beschichten schützen Metallarbeiten. Die passende Oberfläche hängt vom Werk und seinem vorgesehenen Ort ab.
Eigene Handarbeit statt industriell vorgefertigter Zukaufteile: Handwerkliches Können, Persönlichkeit und die Liebe zum Material geben dem Werk seinen Charakter.
AUS DER FAMILIENCHRONIK
Die Geschichte der Werkstatt beginnt 1870 mit einer Wagenschmiede. Über mehrere Generationen entwickelt sich daraus die Kunstschmiede von Maximilian Ertl.
Die Familienchronik nennt ihn als Gründer einer Wagenschmiede.
Die nächste in der Chronik genannte Generation führt das Schmiedehandwerk weiter.
Diesen Zeitraum nennt die historische Betriebsgeschichte für seinen Vater.
Die Chronik nennt Krieglach als Ort seiner Lehrjahre und bezeichnet ihn als Kunstschmiedemeister. Sie nennt auch Restaurierungen alter Schlösser und Tore.
KUNST BETRACHTEN
Es gibt dreierlei Arten Leser: eine, die ohne Urteil genießt, eine dritte, die ohne zu genießen urteilt, die mittlere, die genießend urteilt und urteilend genießt; diese reproduziert eigentlich das Kunstwerk aufs neue.