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DER SCHMIED

Eine Idee im Kopf. Feuer in den Händen.

Seit 1974 arbeitet Maximilian Ertl mit Stahl. In seiner Kunstschmiede in Auffen entstehen Einzelstücke, in denen Form und Funktion zusammengehören – mit Erfahrung, Gefühl für das Material und Freude am Ungewöhnlichen. Traditionelle Schmiedekunst und moderne Möglichkeiten treffen dabei aufeinander. Sorgfältige Verarbeitung und eine Form, die im Alltag funktioniert, gehören zusammen.

Das Material

Stahl, Edelstahl, Messing und Kupfer. Jedes Material hat seinen eigenen Ausdruck.

Die Hand

Erhitzen, formen, weiterdenken. Die Spuren der Handarbeit gehören zum Werk.

Das Einzelstück

Ein Tor, ein Lichtobjekt, eine Skulptur. Gestaltet für den Menschen und den Ort.

Glühendes Metall und Funken in der Kunstschmiede.

Steirisches Handwerk · Kunstschmiede Maximilian Ertl

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Heimat ist für mich dort, wo ich meiner Leidenschaft nachgehen kann.
Maximilian Ertl · Servus, Oktober 2016
Goldfarbene geschmiedete Rose

VON DER IDEE ZUM EINZELSTÜCK

Es beginnt mit einem Gespräch.

Am Anfang steht das Gespräch über den Menschen, den vorgesehenen Platz und die Idee. Daraus entsteht eine Handskizze, die sich in ein Foto des späteren Standorts einsetzen lässt. So wird die Form schon vor dem Schmieden vorstellbar.

  1. Idee besprechen
  2. Form finden
  3. Von Hand schmieden
Gelegentlich inspiriert mich ein gepflegtes Glas Rotwein zu den großartigsten Ideen.
Maximilian Ertl

DAS WISSEN HINTER DER FORM

Was Eisen alles werden kann.

Materialkenntnis, Gestaltung und viele einzelne Handgriffe greifen ineinander. Aus einfachen Eisenprofilen entstehen Formen mit einer eigenen Handschrift.

Vom Profil zur Form

Rund-, Quadrat- und Flacheisen bilden den Ausgangspunkt. Wer ihre Härte und Zähigkeit versteht, kann daraus haltende, trennende und schützende Formen entwickeln.

Die Handgriffe

Strecken, Stauchen, Lochen, Schroten, Spalten, Biegen und Feuerschweißen: Mit jedem Handgriff verändert sich die Form des Eisens. Nieten und Bunde verbinden die einzelnen Teile.

Die Oberfläche

Feuerverzinken und Beschichten schützen Metallarbeiten. Die passende Oberfläche hängt vom Werk und seinem vorgesehenen Ort ab.

Die eigene Handschrift

Eigene Handarbeit statt industriell vorgefertigter Zukaufteile: Handwerkliches Können, Persönlichkeit und die Liebe zum Material geben dem Werk seinen Charakter.

AUS DER FAMILIENCHRONIK

Eine Werkstatt. Viele Geschichten.

Die Geschichte der Werkstatt beginnt 1870 mit einer Wagenschmiede. Über mehrere Generationen entwickelt sich daraus die Kunstschmiede von Maximilian Ertl.

  1. 1870

    Stefan Rammel

    Die Familienchronik nennt ihn als Gründer einer Wagenschmiede.

  2. Danach

    Gottfried Rammel

    Die nächste in der Chronik genannte Generation führt das Schmiedehandwerk weiter.

  3. 1958–1984

    Maximilian Ertl senior

    Diesen Zeitraum nennt die historische Betriebsgeschichte für seinen Vater.

  4. Max Ertl

    Lehrjahre in Krieglach

    Die Chronik nennt Krieglach als Ort seiner Lehrjahre und bezeichnet ihn als Kunstschmiedemeister. Sie nennt auch Restaurierungen alter Schlösser und Tore.

KUNST BETRACHTEN

Es gibt dreierlei Arten Leser: eine, die ohne Urteil genießt, eine dritte, die ohne zu genießen urteilt, die mittlere, die genießend urteilt und urteilend genießt; diese reproduziert eigentlich das Kunstwerk aufs neue.
Johann Wolfgang von Goethe